Geschichte
Im Jahre 1949 wurden durch die beiden Studenten der Wissenschaften Norman Joseph Woodland und Bernhard Silver die ersten Experimente mit Strichcodes unternommen, die dazu führen sollten, die Technologie patentieren zu lassen. Dies geschah jedoch erst 3 Jahre später, da die Patentbehörde zuvor zu viele Fehler und Ungenauigkeiten zu bemängeln hatte, die erst 1952 restlos beseitigt werden konnten. Doch erst 15 Jahre nach der theoretischen und praktischen Forschung erfolgte die Aufstellung der ersten Beschrifter und Lesegeräte, was dazu führte, dass der Strichcode zum ersten Mal praktisch genutzt werden konnte, da zuvor diese Technologien nicht öffentlich zugänglich waren. Man muss hierbei jedoch auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass das ganze eher einen experimentellen Charakter hatte und besonders
zu Beginn sehr fehleranfällig war, was dazu führte, dass es noch einmal 6 Jahre dauerte, bis der Strichcode in Serie ging. Nach den umfangreichen Experimenten mit den verschiedensten Arten von Barcodes, wurde sich 1973 in Nordamerika auf den Universal Product Code ( UPC ) verständigt, der von dem Ingenieur George Laurer entworfen worden war. Im Jahr 1976 wurde sich dann auch in Europa auf die einheitliche EAN, die Europäische Artikelnummer, geeinigt, die einem UPC Code, dem eine 0 vorangestellt wurde, entspricht. Schleichend kam es dann dazu, dass sich der Strichcode, bedingt durch die Vorteile, immer mehr durchsetzte, sodass er bereits Ende der 80er Jahre, beziehungsweise Anfang der 90er Jahre das Kassen- und Handelswesen dominierte.
Zukunft
Wenn man sich einmal folgende Szene vorstellen möchte: 3. August 1965, 35 Grad, Sonnenschein und Sie müssen beim örtlichen Kleinwarenhändler den Einkauf für ihre Familie tätigen. In dem stickigen Geschäft suchen Sie sich ihre Ware zusammen und gehen zur Kasse. Hier rechnet der Verkäufer in anstrengender und zeitraubender Art und Weise die Preise der einzelnen Lebensmittel zusammen und Ihnen steigt die stickige Luft zu Kopf. Ob sie wohl in diesem Moment gedacht haben, dass sich dieser mühsame Akt irgendwann einmal in sekundenschnelle vollziehen wird, vermutlich nicht, denn manche Gedanken übersteigen einfach das Vorstellungsvermögen des normalen Menschen. Wenn man sich nun also die Entwicklung der letzten 50 Jahre ansieht, so kann man wohl sagen, dass mit der Einführung des Strichcodes etwas schier unglaubliches passiert ist, womit niemand gerechnet hätte.
Doch obwohl es sich um eine fast perfekte Technologie gehandelt hat, muss man auch sagen, dass es heute durchaus Anforderungen an den Strichcode gibt, die von diesem nicht erfüllt werden können, wohl aber von seinem eventuellen Nachfolger, der Radio Frequency Identification. Was die Zukunft also bringen wird, ist im Moment ungewiss, doch wird der Trend vermutlich zur RFI gehen, die schon heute auf dem Markt ist. Was dieses System, das irgendwann einmal auch nicht mehr ausreichen wird, dann ablösen wird, ist jetzt wohl noch nicht abzusehen, aber eins steht fest: Selbst perfekte Erfindungen sind nur solange fehlerfrei bis sich die Zeit ändert, in der sie vorkommen, denn ab dann werden neue Anforderungen gestellt, an die vorher mitunter noch gar nicht gedacht wurden und die erst dann ins Spiel kommen.